Moloch München Eine Stadt wird verkauft

Stadtbäche München

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Titelbild: © Oswald Baumeister / Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. []

Schwierige Situation. 300 Kilometer lang waren die Stadtbäche Münchens einst: 2011 sind es noch 180 Kilometer. Sie wurden u. a. als Antriebskraft benötigt (Mühlen, Sägen, Pumpen), zur Entsorgung des Abwassers, zum Löschen von Feuer, für Flöße und Transporte, für Färbeprozesse und industrielle Produktion – und nicht zuletzt als Trinkwasser. In den Achtziger-Jahren gab es noch die Hoffnung, ja fast schon eine Euphorie, viele Münchner Stadtbäche wieder an das Tageslicht holen zu können. Aber inzwischen sind durch Besitzverhältnisse, technische Umstände und irreversible Bebauungen Schranken gesetzt.

Ein Beispiel: Öffnung zweier Bäche. Prinzregentenstraße/Bruderstraße: Hier werden an der Prinzregentenstraße Büroflächen und an der Bruderstraße Wohnungen gebaut. Im Innenhof sollen der Stadtmühlbach und der Stadtsägebach wieder ans Tageslicht geholt werden, die beide in den Eisbach fließen und bisher überbaut waren. [1]

Zwei Literaturempfehlungen. Christine Rädlinger hat die Geschichte der Münchner Stadtbäche geschrieben. Und Franz Schiermeier hat Münchner Stadtbäche – Reiseführer zu den Lebensadern einer Stadt veröffentlicht. (Siehe Fachliteratur). [2]

Fußnoten und Quellen

  1. Lauer, Kathrin, Statt Stückwerks der große Wurf, in SZ 4.6.1994
  2. Siehe dazu auch die Besprechung in der SZ in der zwölfteiligen Reihe „Wasserläufe“ von Stephan Handel, München – das Venedig Bayerns, in SZ 16.4.2011; Anlauf, Thomas, Alles fließt, in SZ 24.11.2020 und Bücher in der Fachliteratur
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