Moloch München Eine Stadt wird verkauft

Hoch der Isar

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Titelbild: © Oswald Baumeister / Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. []

Die nächsten Wohnungen auf dem ehemaligen Paulaner-Gelände – diesmal nicht von der Bayerischen Hausbau. Das Baufeld an der Hochstraße hat die Bayerische Hausbau an das Hamburger Immobilienunternehmen Becken-Holding verkauft. [1]

Preisliste Becken schlägt Preisliste Bayerische Hausbau. Was kostet heute schon nix? Die luxuriösesten Penthouses der Becken-Holding aus Hamburg auf dem ehemaligen Paulaner-Gelände kosten an die 27.000 Euro. Begründung des Geschäftsführers der Becken-Holding, Stefan Spilker: Das 9000 Quadratmeter große Grundstück, das man von der Bayerischen Hausbau gekauft hat, sei eben so teuer gewesen. 185 Wohnungen werden im „Hoch der Isar“ in 13 Gebäuden entstehen, drei Architekturbüros planen sie: su und z Architekten München, holger meyer architektur aus Frankfurt, Rapp und Rapp aus Amsterdam. [2]
Ob der Name „Hoch der Isar“ die Preise meint?

Aus meiner „München-Preisliste“: Hochkultur zum Wohnen: Hoch der Isar. Garden Residence: 4 Zimmer, ca. 195 qm, 1.975.000 € (10.128 €/qm). Penthouses: 3 Zimmer, 112 qm, 7. OG, 2.990.000 € (26.696 €/qm). Townhouse: 6 Zimmer, 295 qm, 4.990.000 € (16.915 €/qm). Becken (Anzeige SZ 6.6.2020)

Der Quadratmeter Wohnfläche kostet zwischen 10.000 und fast 27.000 Euro. Die SZ interviewte zu dieser Preisgestaltung den Geschäftsführer der Becken-Holding, Stefan Spilker und Architekt Holger Mayer. Die Antworten: Die Vorgabe waren 13 verschiedene Häuser, die von drei verschiedenen Architekten entworfen wurden. Etwa die Hälfte der Wohnungen hat 1,5 bis 2 Zimmer und 40 bis 60 qm, die Familienwohnungen liegen drei bis vier Zimmern mit bis zu 140 qm. Drei Townhäuser haben etwa 300 qm. Spilker: „Zumindest vom Zuschnitt der Wohnungen her ist es möglich, dass da Menschen unterschiedlicher Couleur leben können.“ [3]
Sofern sie zwischen 10.000 und 27.000 Euro pro Quadratmeter bezahlen können.

Baumgärtner hofiert Dieter Becken. Grundsteinlegung für „Hoch der Isar“, 13 Gebäude auf dem ehemaligen Paulaner-Gelände mit 185 teuren und teuersten Wohnungen am 8.10.2020: Der ehemalige Maurer und Polier Dieter Becken und Geschäftsführer der Becken Holding GmbH aus Hamburg in Anzug und Krawatte schwang persönlich die Kelle mit dem Mörtel. Er soll in den letzten sechs Wochen vier solcher Grundsteinlegungen absolviert haben. Baumgärtner lobte die neuen Wohnungen in München, dem „Zentrum der Lebensfreude“ und „wirtschaftlichem Motor Deutschlands“. [4]

Von den 185 Wohnungen sind fast 30 Prozent verkauft. Spilker: „Wir haben erwartet, dass die Kunden mit uns gerade zu Corona-Zeiten eine Preisdiskussion führen. Aber da muss man sagen: Das passiert nicht.“ Das Projektvolumen von Hoch der Isar beträgt 270 Millionen Euro: d. h. Selbstkosten plus Gewinn. Auf Nachfrage der SZ zum Grundstückspreis von etwa 120 Millionen Euro erwiderte Spilker: „Das kann ich nicht bestätigen. Dann wären die Wohnungen deutlich teurer.“
Vgl.: Paulaner-Gelände

Fußnoten und Quellen

  1. https://muenchen-hochderisar.de/?utm_source=offline&utm_medium=newspapers
  2. Korsche, Johannes, Ein Quadratmeter für 27.000 Euro, in SZ 15.11.2019
  3. Alle Zitate: Korsche, Johannes, Krass, Sebastian, Teure Aussichten, in SZ 30.6.2020
  4. Korsche, Johannes, Mörteln ist Chefsache, in SZ 9.10.2020
Objekt-Nr. 33200

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