Moloch München Eine Stadt wird verkauft

Maikäfersiedlung

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Titelbild: © Oswald Baumeister / Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. []

Aktualisiert 2.11.2023

Die Herkunft des Namens ist unklar. Der offizielle Name war Volkswohnanlage Berg am Laim oder Siedlung Echarding. Der damalige städtische Siedlungsreferent und Architekt Guido Harbers hat 1934 die Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsstättengesellschaft (GWG) gegründet, die den Bauauftrag erhielt. Die über 600 Mietwohnungen wurden als kleine Gartenstadt von 1936 bis 1939 gebaut, um die Wohnungsnot zu lindern und liegen an der Echardinger-/Bad-Kreuther Straße. Verwendet wurde der Kunststein „Iporit“, der feuchtigkeitsanfällig war und zu starken Schäden führte. Die Wohnungen waren kaum heizbar und sehr klein: Für eine Familie mit zwei Kindern waren 35 qm vorgesehen. Erstbewohner waren BMW-Arbeiter und NSDAP-Mitglieder.
Erste Abrisspläne gab es seit den 70er-Jahren. Eine Modernisierung war aufgrund der schlechten Bausubstanz kaum möglich. Der Münchner Stadtrat ließ die alten Häuser abreißen und durch Neubauten ersetzen. Die Mieter der Maikäfersiedlung wollten in ihren alten Häusern bleiben und gründeten 1983 eine Interessengemeinschaft. Sie erreichten, dass die Neubauten niedriger wurden und alte Mieter Anspruch auf eine Wohnung dort hatten. [1] Heute stehen noch ein paar kleine Häuschen der ehemaligen Siedlung an der Bad-Kreuther-Straße. [2]

Vgl.: Bettina Seeger, Die Maikäfersiedlung, München 2005

Berichtigung: Unter den Fotos befinden sich aus  Versehen auch Aufnahmen aus der Siedlung Am Haldensee in Ramersdorf.

Fußnoten und Quellen

  1. Sobotta, Jerzy, Einziehen und bleiben, in SZ 18.5.2018
  2. muenchenwiki.de; Ewald, Fabian, Die Geschichte von der Maikäfersiedlung, www.unser-berg-am-laim.de, 8.8.2017
Objekt-Nr. 37300

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