Moloch München Eine Stadt wird verkauft

Goldgrund

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Titelbild: © Oswald Baumeister / Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. []

Aktualisiert 29.5.2022

Mai 2012: L’arche de Munich. Die imaginäre Immobilienfirma „Goldgrund“ präsentierte im Mai 2012 eine Luxuswohnanlage L’arche de Munich an der Münchner Freiheit: privater Zugang zur U-Bahn und zum Freiheits-Platz inklusive. In der Verkaufsbroschüre wird ein „perfekt in sich geschlossenes Stadtquartier“ angeboten mit 19 Wohneinheiten zu je 500 qm (à 9995 Euro). In der Haimhauserstraße 16 (Galerie Truk Tschechtarow) sollen am 24.5.2012 um 18 Uhr die letzten freien Wohnungen abverkauft werden.
Goldgrund sind u. a. Grisi Ganzer, Kurator der Galerien, und Till Hofmann, Schwabinger Kulturunternehmer. Den Goldgrund-Filialleiter spielte der Kabarettist Burchard Dabinnus, zur Eröffnung kam das Double von OB Christian Ude, André Hartmann. Goldgrund will die Schattenseiten der München-Entwicklung zeigen: Gentrifizierung, Luxussanierungen, Nobelquartiere (The Seven, Müllerstraße 7) etc. Ganzer: „Wir wollen die Essenz dieses ganzen Wahnsinns darstellen.“ Anscheinend sehr glaubhaft: Bereits fünf Makler wollten die Immobilien verkaufen, Anwohner sammelten Unterschriften gegen das Projekt. [1][2]

Oktober 2012: Demo für Bolzplatz-Erhalt. Die städtischen Wohnhäuser Müllerstraße 2, 4 und 6 sollen abgerissen und 20 öffentlich geförderte Wohnungen gebaut werden. Damit würde auch der dortige Bolzplatz an der Glockenbachwerkstatt verschwinden. Am 15.10.2012 war ein Demonstrationszug für den Erhalt des Bolzplatzes geplant, 1900 Unterstützer hatten ihre Online-Unterstützung abgegeben. Am 18.10.2012 sollte im Stadtrat entschieden werden. Goldgrund stellte eine Simulation eines teuren Wohnblocks mit einer Auskragung vor. [3]

März 2013: Goldgrund-Aktivisten renovieren. In den Wohnhäusern Müllerstraße 2, 4 und 6 aus den fünfziger Jahren stehen seit vielen Jahren mehrere Wohnungen leer: Sie gehören der LH München, die die Wohnhäuser demnächst abreißen will. Die Sanierung würde einen „ganz erheblichen Kostenaufwand“ erfordern, sagte die Stadt. Aber da gibt es Aktivisten der Gruppe Goldgrund, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Missstände im Wohnungsmarkt aufzudecken. Nun renovierten sie die 40 qm einer Wohnung in der Müllerstraße 6. Till Hofmann, Münchner Kulturmanager, Konzertveranstalter und Goldgrund-Aktivist, äußerte: „Das ist ein charmantes Haus, keineswegs abbruchreif“ und schätzte die Renovierungskosten nur auf 20 Prozent der Neubau-Kosten. Eine Woche hat Goldgrund diese „unrenovierbare“ Wohnung renoviert, den Boden und die Fliesen und die Küche erneuert. Der Regisseur Marcus H. Rosenmüller, die Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Luise Kinseher, die Sportfreunde Stiller, Fußballer Mehmet Scholl zogen sich Gorilla-Masken über und renovierten, halfen bei der PR. Ein Sprecher des Kommunalreferats sprach von einer „sympathischen“ Aktion, aber allein die energetische Sanierung würde mehr als der Neubau mit fast sechs Millionen Euro kosten. [4]OB Christian Ude setzte sich an die Spitze der Bewegung: Die Wohnungen in der Müllerstraße 6 sollten „unverzüglich“ nach der Methode Goldgrund renoviert werden. Der BA teilte mit, die drei Häuser stünden unter Ensembleschutz. Das Kommunalreferat hielt sie für nicht sanierungsfähig. Zuständig für die drei Häuser ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG. [5]

OB Ude reagiert. Goldgrund forderte die Stadt München zum Erhalt der drei Häuser 2, 4 und 6 auf. Die Renovierung der Wohnung in der Nr. 6 hätte nur 2500 Euro gekostet. OB Christian Ude benannte den Verantwortlichen: die LH München, die das Haus über Jahre verkommen hat lassen. Anscheinend sei im Kommunalreferat „offensichtlich ein Teil der städtischen Liegenschaften aus dem Fokus der Aufmerksamkeit gerutscht“. Ude habe sich mit Kommunalreferent Axel Markwardt geeinigt, die leer stehenden Wohnungen in der Müllerstraße 6 schnell und kostengünstig zu renovieren. [6][7]
Thomas Anlauf kommentierte in der SZ: „Doch diese geradezu banale Lösung – das Haus Nr. 6 zu sanieren anstatt es abzureißen und damit zugleich den Bolzplatz der Glockenbachwerkstatt zu retten – hätten viele hoch bezahlte Beamte schon vor Jahren umsetzen können. Das ist der Skandal. Und Oberbürgermeister Ude ist dafür verantwortlich.“ [8]

Die Gorillas in der Müllerstraße 6. „Wohnraum muss nicht teuer sein. Hier renovieren wir für die Stadt München. Goldgrund.“ Das stand auf einem Banner an der renovierten Wohnung im fünften Stock des 1958 errichteten Hauses Müllerstraße Nr. 6. Ude lenkte die Aufmerksamkeit auf die langjährige Kommunalreferentin Gabriele Friedrich (Grüne). Die Rathaus-CSU sah einen „Offenbarungseid rot-grüner Wohnungspolitik“; CSU-OB-Kandidat Josef Schmid will den Erhalt der drei Häuser prüfen lassen. [7] Der alte und neue Bewohner der renovierten Wohnung ist der Somalier Ramadan Ahmed, der gern nach einer Woche in seine inzwischen renovierte Wohnung zurückgezogen ist. [9]
Goldgrund beauftragte auch noch den Architekten Matthias Marschner und den Energieberater Harald Zipfel mit einer Expertise für die Müllerstraße 6. Als Ergebnis ergab sich für das Haus aus dem Jahr 1958, es sei in „baukonstruktiv gutem Zustand“ und problemlos mit vertretbarem Aufwand herzurichten. Architekt Marschner berechnete Investitionskosten von knapp 484.000 Euro, allerdings konnte er Dach und Keller nicht besichtigen. Energieberater Zipfel beurteilte den energetischen Sanierungsaufwand als überschaubar; sogar unsaniert sei das Haus besser als der Durchschnitt. [10]

Oktober 2013: Vermietungen. In der Müllerstraße 6 sind die Wohnungen laut Goldgrund-Aktivist Till Hofmann wieder vermietet. Die Fassade ist als einziges noch nicht saniert. Das Energiegutachten im Auftrag von Goldgrund ergab, dass das Haus die energetischen Standards einhält. Der Bolzplatz kann wie das Haus erhalten werden. [11] Die Goldgrund-Aktivisten haben Erkundungen eingezogen, ob Bußgelder wegen Leerstands verhängt werden können. Die LH München verneinte, weil „die Bußgeldbehörde derselben Funktionseinheit angehört wie die betroffene Stelle“, vulgo: Die Stadt könne sich nicht selbst bestrafen. [12]

Oktober 2013: Goldgrund-Sightseeing. Der offene Doppeldecker-Bus mit dem Banner Goldgrund Immobilien Organisation fuhr am Sonntag, den 20.10.2013, die größten Highlights der Münchner Gentrifizierung an. Ziele waren u. a. das Luxusdomizil The Seven in der Müllerstraße, das ehemalige Frauengefängnis Am Neudeck, das von der CSU-Landtagsmehrheit nicht dem Obdachlosenprojekt „Biss“ für ein soziales Musterprojekt gegeben wurde, sondern MUC Real Estate: „Im historischen Bauwerk entstehen 135 Apartments mit durchschnittlich 35 qm Wohnfläche und 10 hochwertige Penthouse-Dachgeschosswohnungen mit ausgesprochen großzügigen Terrassen über den Dächern von München.“ [13] Oder der ehemalige Biergarten mit italienischem Restaurant Ecke Fraunhofer-/Erhardtstraße mit geplanten Luxuswohnungen, oder GBW-Wohnungen, die von der BayernLB an die Patrizia AG verkauft werden sollen. Dazu das Beispiel Pilotystraße 8, wo die Stadt München ein ihr vererbtes denkmalgeschütztes Wohnhaus aus den Gründerjahren verkommen lässt. Dazu Kabarett mit u. a. Jochen Busse, Frank-Markus Barwasser, Ecco Meinecke, Brigitte Hobmeier, Mehmet Scholl. Und Gerhard Polt, der einen Entmieter spielt: ein Stück aus dem Jahr 1981! [14]

Die Pilotystraße 8: Das Wohnhaus mit Rückgebäude steht in bester Altstadt-Lage gegenüber der Bayerischen Staatskanzlei und hat 850 qm in insgesamt acht Wohnungen. Wie Goldgrund-Aktivist Till Hofmann nach der Sightseeing-Tour feststellte, wurde das Haus von der LH München systematisch entmietet. Eine einzige Mieterin wohnt dort noch – sie ist hier geboren worden. Ein Münchner Bürger hat das Haus der LH München vermacht, um es Familien zur Verfügung zu stellen. Aber die Stadt lässt es „systematisch verfallen“, so Hofmann. [11]Christian Ude (seit 1993 OB) empörte sich über seine Verwaltung: Fünf von sechs Wohnungen würden leer stehen, eine seit den siebziger Jahren. Laut Ude könne es sich um eine Ordnungswidrigkeit handeln, weil auch der Stadtrat 2002 den Auftrag erteilt habe, das Haus zu sanieren. Die zuständige Stiftungsverwaltung hatte augenscheinlich keinerlei Plan für das Haus. Das Sozialreferat als Vorgesetzte der Stiftungsverwaltung bedauerte: Eine Generalsanierung sei nötig, aber nur bei einem leeren Gebäude möglich. [12]

Viele Jahre Fast-Leerstand. Das schöne Anwesen hat seit 2011 nur eine Bewohnerin, die im Erdgeschoss wohnt. Ihr Großvater zog 1927 in das Haus ein. Sie wohnte in der Pilotystraße 8 bereits als Kind. 2006 bekam sie ein Schreiben der städtischen Stiftungsverwaltung, dass sie eine Ersatzwohnung bekäme, weil die Sanierung nur im unbewohnten Zustand möglich sei. 2007 erfuhr sie durch Zufall von einem Techniker, dass die angekündigte Modernisierung und Sanierung zu teuer würde. Dann wieder Stillstand bis Oktober 2010: Im nächsten Brief der Stadt stand, dass es noch kein wirtschaftliches Konzept gebe und man auch an einen Neubau denke. 2011 zog der letzte Nachbar der Dame aus dem vierten Stock aus: Er ließ ein Toilettenfenster offen. Im Winter platzte ein Wasserrohr, das Wasser lief von der Decke der alten Dame. Die städtische Gewofag verwaltete inzwischen das Haus und kümmerte sich um den Schaden. OB Christian Ude bezeichnete nach der Goldgrund-Aktion im Oktober 2013 den Leerstand als „Skandal“. Die Bewohnerin erinnerte sich aber an einen Fernsehbeitrag vom Frühjahr 2013 über die Pilotystraße 8, in dem Ude dazu befragt wurde. Die Stiftungsverwaltung bedauerte den langen Stillstand: Bis November 2013 soll eine Entscheidung fallen. [15]

November 2013: OB Ude rudert. Am 11.3.2013, kurz nach der Goldgrund-Aktion in der Müllerstraße 6, gab es eine Besprechung mit dem OB und den städtischen Referenten. Laut Protokoll soll Ude Handlungsanweisungen an die städtischen Wohnbaugesellschaften GWG und Gewofag sowie an das Kommunalreferat erteilt haben, dass an den teils leer stehenden Häusern der Stadt „die Beschilderung von Türen, Briefkästen und Klingeln entsprechend gestaltet werden“, weil sonst autonome Gruppen aus Berlin und Hamburg angezogen werden könnten. Das Protokoll wurde dann offenbar erst Anfang November 2013 den zuständigen Stellen in den Referaten übermittelt. Ude erklärte dann dazu, er habe nur marode Klingelschilder beseitigen lassen in teilbewohnten Häusern. Außerdem forderte Ude, die Haustüren leer stehender Häuser „einbruchssicher“ zu machen, um Vorfälle wie in der Müllerstraße zu vermeiden. [16]

Juni 2014: Kommunalreferent behauptet Schummel. Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD) behauptete im Juni 2014, Goldgrund habe getrickst und im März 2013 Fotos in einer von der Stadt sanierten Wohnung gemacht. Die Stadt habe bereits alle Wohnungen in der Müllerstraße bis auf eine einzige renoviert und für Zwischennutzungen vergeben. Goldgrund habe dann z. B. einen teuren Parkettboden verlegt. Die Vorher-Nachher-Bilder seien in zwei verschiedenen Etagen gemacht worden: einmal in der unrenovierten Wohnung, danach in anderen Wohnungen. Die zuständige informierte Mitarbeiterin war damals angeblich gerade im Urlaub. Diese Darstellung von Markwardt nach über einem Jahr ist neu. Till Hofmann reagierte verärgert und beurteilte wie seine Goldgrund-Kollegin Ziska Thalhammer die Wohnung als „versifft“. [17]

Oktober 2014: Nächstes Biss-Hotelprojekt. Nach dem ehemaligen Frauengefängnis am Neudeck, das die Staatsregierung nicht dem Sozialprojekt BISS, sondern dem Investor MUC Real Estate verkaufte, sollte auf Vorschlag von Goldgrund-Aktivist Till Hofmann das seit 2011 leer stehende städtische Haus Pestalozzistraße 2 ein Biss-Hotelprojekt für benachteiligte Jugendliche werden. Die Basisrenovierung schätzte Hofmann nach Besichtigung mit einem Experten auf 1,2 Millionen Euro; der städtische Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD) hielt ein Vielfaches dieser Summe dafür nötig. Die Stadt zeigte Hofmann nun wegen Hausfriedensbruch an. [18]

Dezember 2014: „Bellevue di Monaco. OB Dieter Reiter (SPD), Vize Josef Schmid und Goldgrund-Aktivisten trafen sich am 2.12.2014 wegen des Wohn- und Kulturprojekts Bellevue di Monaco in der Müllerstraße 2, 4 und 6. Die Rathaus-Koalition wird das Projekt unterstützen. Reiter, der die mit Flüchtlingen überfüllte Bayernkaserne im Oktober 2014 schließen ließ, will auch mit dem Bellevue di Monaco eine neue Münchner Asylpolitik beginnen. [19]
Nachtrag vom Januar 2015: Zuerst sollten alle drei Häuser Müllerstraße 2,4 und 6 abgerissen werden, dann 2 und 4, während 6 saniert werden sollte. Nun soll ein Projekt für 40 junge Flüchtlinge dort entstehen, dazu eine Beratungsstelle, Bildungsräume, ein Café. Kommunalreferent Axel Markwardt empfahl dem Stadtrat, die drei Häuser auf 1000 qm Grund in Erbbau an Bellevue zu vergeben. [20]

Februar 2015: Maklerseminar von Goldgrund. Das Maklerseminar von Goldgrund am 5.2.2015 (eine MVHS-Veranstaltung im Gasteig) sollte in eineinhalb Stunden die Arbeitsweise vermitteln: vor allem auch den Maklersprech, wie Darsteller Carlo Günther betont, der den Makler Dirk von Stahligk darstellte: „dreist, superlativistisch, in ganz bestimmten Schemata. Das ist die Sprache des Luftschlossbaus.“ Die Makler-Bausteine waren: Rhetorik – How to sell, how to trick, how to bluff. Dazu gehörte eine Einführung in ImmoScout24 und die Umsetzung in Russisch, Arabisch und Börsendenglisch. Zum erfolgreichen Abschluss gab es das „Goldgrund Academy Zertifikat“. [21] Als Gast kamen u. a. die russische Maklerin Liudmilla Belykh, die das Immobilien-Angebot in München als nicht ausreichend für russische Millionäre beurteilte. Stefan Höglmaier von Euroboden konnte angeblich kaum nachvollziehen, wohin die Preise gegangen sind. Christian Stupka von der Wogeno verließ mit seinem Plädoyer für ein neues Bodenrecht den Rahmen des Kabaretts. Carlo Günther und Philipp Rühle leiteten als arrogante Goldgrund-Geschäftsführer das „Seminar“. [22]

März 2015: Genossenschaft Bellevue di Monaco. Die Initiative Bellevue di Monaco hat die Organisationsform einer Sozialgenossenschaft mit Aufsichtsrat und Vorstand gewählt. AR-Vorsitzender wurde Johannes Seiser, Geschäftsführer des Vereins für Sozialarbeit, Vorstand wurde Till Hofmann. Bellevue sucht Mitglieder für die Genossenschaft, die eine Mindesteinlage von 500 Euro einlegen. [23]

Gerettet: Müllerstraße 2, 4 und 6. Am 27.1.2016 beschloss der Münchner Stadtrat, das Areal Müllerstraße 2, 4 und 6 im Erbbaurecht auf 40 Jahre an die gemeinnützige Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco zu vergeben – plus einen einmaligen Sanierungszuschuss von 1,7 Millionen Euro. [24]

Bellevue di Monaco feiert. Das Wohn- und Kulturzentrum Bellevue di Monaco feierte am 9. und 10.6.2018 die Fertigstellung der drei Häuser Müllerstraße 2, 4 und 6. [25] Es gibt hier nun auch Wohnungen für Flüchtlinge, eine Fahrradwerkstatt, ein Amphitheater, ein Café. 16 Institutionen leisten in Räumen Hilfestellungen für Flüchtlinge. [26]

Bellevue di Monaco backt. Die Stadt hat das Anwesen in der Corneliusstraße 34 im Gärtnerplatzviertel um das Jahr 2000 über ihr Vorkaufsrecht gekauft. Im Vorderhaus befinden sich Wohnungen; im Hinterhaus gab es vor drei Jahrzehnten Handwerker und eine Bäckerei, deren Räume leer standen. Hier soll nun die Bellevue Bildungs-Bäckerei entstehen, dazu ein Schulungs- und Beratungszentrum, auch für Geflüchtete. In der Backstube könnten ein Bäckermeister und vier Azubis arbeiten, auf einem Hinterhofdach könnte ein Café entstehen. Das Hinterhaus muss komplett saniert werden. Das Gebäude Corneliusstraße 34 fällt nach zehn Jahren aus der Bindung, liegt aber im Erhaltungssatzungsgebiet. Die Stadt sollte die Räumlichkeiten in Erbpacht vergeben. Bellevue di Monaco hat als Kooperationspartner das Netzwerk zr Arbeitsmarktintegration Fiba 2 und das Integrationsberatungszentrum (IBZ). [27]

„Giro di Monaco“. Mit einem fünfteiligen Plakat in den Farben von München 1972 an der Müllerstraße warb Bellevue di Monaco für den Massenlauf Giro di Monaco auf dem Altstadtring am 15.5.2022, der damit zum ersten Mal komplett gesperrt würde. Vorstand Till Hofmann hofft auf über 5000 Läufer und damit auf 125.000 Euro Spenden für ein Sozialprojekt in Polen, das Flüchtlinge aus der Ukraine unterstützt. [28] – Am 15.5.2022 hatten sich 6800 Läufer zum BELLEVUE DI MONACO RUN FOR PEACE getroffen. Für die 5,4 Kilometer lange Strecke wurde der Altstadtring gesperrt. Die Einnahmen bzw. Spenden gehen in die Flüchtlingsarbeit von Bellevue di Monaco, das wiederum das Partnerprojekt Ocelanie in Polen unterstützt, welches Ukraine-Flüchtlingen hilft. [29]

Fußnoten und Quellen

  1. Wetzel, Jacob, Ein Herz für Münchner, in SZ 24.5.2012
  2. Günther, Anna, Der ganz normale Wohn-Wahnsinn, in SZ 26.5.2012
  3. Wilhelm, Gerhard, Demo gegen Bolzplatzzerstörung, in SZ 12.10.2012
  4. Stremmel, Jan, Ein charmantes Haus, in SZ 6.3.2013
  5. Anlauf, Thomas, Denkmal mit Bolzplatz, in SZ 8.3.2013
  6. Mayer, Christian, Gorillas schrecken Ude auf, in SZ 7.3.2013
  7. Hutter, Dominik, Ude räumt Versäumnisse ein, in SZ 9.3.2013
  8. Anlauf, Thomas, Die Schuld der Stadt, in SZ 9.3.2013
  9. Rühle, Alex, Der Gold-Junge aus der Müllerstraße, in SZ 11.3.2013
  10. Sanierung möglich, in SZ 16.3.2013
  11. Fischhaber, Anna, Vorübergehend besetzt, in SZ 22.10.2013
  12. Beisel, Karoline Meta, Lode, Silke, Zimmer frei, in SZ 24.10.2013
  13. https://www.muc-re.de/projekte/muenchen-am-neudeck/, abgerufen am 12.7.2021
  14. Hochkeppel, Oliver, Hoffnung für die Vertriebenen, in SZ 21.10.2013
  15. Beisel, Karoline Meta, Das Geisterhaus, in SZ 4.11.2013
  16. Anlauf, Thomas, Hutter, Dominik, Protokoll bringt Ude in Bedrängnis, in SZ 26.11.2013
  17. Fahrenholz, Peter, Hutter, Dominik, Goldgrund streitet Trickserei-Vorwürfe ab, in SZ 13.6.2014
  18. Anlauf, Thomas, „Hotel Biss“ soll Abbruchhaus retten, in SZ 23.10.2014
  19. Kastner, Bernd, Koalition unterstützt „Bellevue di Monaco“, in sueddeutsche.de 3.12.2014
  20. Kastner, Bernd, Gute Aussichten für Bellevue, in SZ 28.1.2015
  21. Handel, Stefan, Luftschlösser bauen, in SZ 4.2.2015
  22. Becker, Thomas, Seriös auftreten und gekonnt bluffen, in SZ 7.2.2015
  23. Kastner, Bernd, Visionen für München, in SZ 25.3.2015
  24. Anlauf, Thomas, Aufbruch statt Abriss, in SZ 28.1.2016
  25. https://bellevuedimonaco.de/
  26. Anlauf, Thomas, Ein Ort zum Vorzeigen, in SZ 7.6.2018
  27. Anlauf, Thomas, Backen und beraten, in SZ 31.12.2021
  28. Anlauf, Thomas, Rennen für den Frieden, in SZ 14.4.2022
  29. Schlaier, Andrea, Eine Runde für den Frieden und das wiedererwachte öffentliche Leben, in SZ 16.5.2022
Moloch München Eine Stadt wird verkauft

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