Moloch München Eine Stadt wird verkauft

Heller & Partner

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Titelbild: © Oswald Baumeister / Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. []

Aktualisiert 27.01.2023

1: Das Unternehmen Heller & Partner * 2. „Einfluss nehmen – Die Kraft der direkten Demokratie“ * 3. Ausgewählte Aktivitäten von Heller & Partner * 4. Stiftung „Wir helfen München“ * 5. Kritik und Fazit

Das Unternehmen Heller & Partner
Zur Person:
Stephan Heller
(*1961, München) ist Politik- und Kommunikationswissenschaftler, seit 2009 Lehrbeauftragter und seit 2013 Honorarprofessor an der staatlichen Hochschule Mittweida, Sachsen, Berufungsgebiet: „Public Relations und Agenturarbeit“. (Direkt über Heller steht im Verzeichnis der Honorarprofessoren von Mittweida der derzeitige bayerische Gesundheitsminister Prof. Klaus Holetschek (CSU), Berufungsgebiet: „Kommunikation und Bürgerdialog“.) [1]
Heller gründete sein Unternehmen Heller & Partner 1981 in München. 2011 initiierte er die gemeinnützige Stiftung „Wir helfen München“, in der zunächst der Münchner OB Christian Ude (SPD) Schirmherr war, dann sein Nachfolger Dieter Reiter (SPD). (Siehe unter 4.).
Im Juni 2018 äußerte Stephan Heller beim Sommerempfang der SZ zu München: „Die Stadt hat einen Wohlfühlschlaf eingelegt.“ Man sei auf einer Insel der Glückseligen und sehe nicht die globalen Herausforderungen: „Das ist fast schon ein museales Empfinden hier, eine Käseglocke.“ Egal ob es sich um Nachverdichtung bei Wohnen oder der dritten Startbahn des Flughafens handle: „… wir lehnen Dinge ab, die wir perspektivisch brauchen“. [2]
Das spiegelt in etwa die Denke von Stephan Heller wieder.

Zum Unternehmen:
Aus dem Lobbyregister des Bayerischen Landtags, Stichwort Heller & Partner:
„Mit unserer Arbeit fördern wir den gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Dialog. Wir unterstützen Kommunen, Verbände, Wirtschaftsunternehmen und Privatpersonen im Dialog mit der Staatsregierung, den Landesbehörden und Institutionen des Freistaats sowie mit dem Parlament. Wir betreuen Bürgerdialoge und Partizipationsinteressen, sowie die Instrumente der direkten Demokratie. Wir informieren über Themen, Vorhaben, Ziele und Interessen unserer Mandanten, fördern die politische Willensbildung und nehmen Wünsche, Anregungen und Vorgaben auf. Wir kommunizieren mit der Öffentlichkeit über unsere Arbeit und nutzen dafür alle Medienkanäle. Unsere Arbeit adressiert im Regelfall nicht nur das Parlament und die Staatsregierung sondern eine große Gruppe an themenrelevanten Stakeholdern.“ [3]
Heller & „Partner“ stellt sich auf den ersten Eindruck vornehmlich als Familienunternehmen dar: Stephan Heller, Ehefrau Susanne Heller, Anna Heller, Alexander Heller.
Die Heller & Partner Gruppe (Firmenadresse: Possartstraße 14, 81679 München) gliedert sich auf in:
Heller & Partner Marketing Services AG (liefert „Intensivkommunikation“ wie Politische Öffentlichkeitsarbeit, Krisenkommunikation, Immobilienkommunikation)
Heller & Partner Communication GmbH („Nur wer Beziehungen mit seinen Kunden lebt, bleibt als Sieger im Spiel.“)
VALYou Digital Services GmbH
Public Dialog
. “PublicDialogue hybrid ist die Zukunft moderner Bürgerbeteiligung. Live vor Ort und zeitgleich online dabei sein.“ [4]
PublishingGroup GmbH (https://www.publishing-group.de/; brachte auch Stephan Hellers Buch Einfluss nehmen heraus.)
Zur Firmenstruktur vergleiche Northdata ( https://www.northdata.de/Heller+%26+Partner+Marketing+Services+AG,+M%C3%BCnchen/HRB+131222)
Das Organ Die Deutsche Wirtschaft verzeichnet 120 Mitarbeiter [5], ebenso Wer zu wem: Hier wird ein Umsatz von 10 bis 50 Millionen Euro für Heller & Partner angegeben. [6]

Zu den Leistungen:
„Über uns“: Heller & Partner ist „eine der größten inhabergeführten Kommunikationsagenturen Deutschlands. Seit 1981 berät unser Team erfolgreich über 100 nationale und internationale Unternehmen in Kommunikationsfragen inklusive Public Affairs sowie der Entwicklung von Corporate Design- und Corporate Identity-Projekten. (…) Wir stehen für anspruchsvolle Projekte und Kunden an der Schnittstelle zwischen Unternehmenskommunikation, Strategie und politischen Entscheidungsprozessen.
Erfolgreich sind wir, weil wir Nutzen stiften – für unsere Kunden, in verschiedensten Branchen, gegenüber differenzierten Zielgruppen. Der Königsweg heißt integrierte Kommunikation: der individuelle Mix aus Dialog-Kommunikation, PR und Werbung.
Bei Heller & Partner arbeiten Profis, die erfolgreiche Kommunikation zielgenau auf den Punkt bringen. So setzen wir Marken auf die Erfolgsspur, machen Unternehmen unverwechselbar und schaffen quantitative und qualitative Werte für unsere Kunden.“ [7]
Im Bereich „Intensivkommunikation“ bietet Heller & Partner z. B.
Krisenkommunikation: „Krisen können die Unternehmensreputation dauerhaft schädigen und großen wirtschaftlichen Schaden hervorrufen. (…) Das Spektrum der vorstellbaren Krisen ist riesig. Keine oder die falsche Kommunikation wird jede dieser Krisenereignisse verschärfen. Krisenkommunikation beginnt nicht erst in der Krise. Wir entwickeln für unsere Mandanten präventive Kommunikationspläne, durchdenken Szenarien und erarbeiten konkrete Handlungsempfehlungen.“
Immobilienkommunikation: „Bauen bedeutet Veränderung – und erfordert transparente, proaktive Kommunikation. Immer mehr Projekten wird mit Skepsis begegnet. Raumwiderstand, Bürgerbegehren, Bürgerentscheide, lange Klageverfahren lähmen schnelle Entwicklungen. Wir begleiten unsere Mandanten von Anfang an, um in Einklang der Interessen direkter Nachbarn, der Gesellschaft und der Politik Lösungswege zu finden. Aus Immobilien werden Marken, entsteht Mehrwert, wird Lebensraum.“ [8]
Heller & Partner hat u. a. den Freistaat Bayern bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland vermarktet und den Weg der HypoVereinsbank zur Unicredit bereitet. [9]
Mandanten: Hier wurden u. a. aufgeführt ALPINA, BMW, BOSCH, CORPUS SIREO Real Estate, EXPO REAL, Flughafen München, HASIT, IKEA, Landkreis München, Landeshauptstadt München, prohyp, SIEMENS, Sparkasse München, Werksviertel, Bayerische Staatskanzlei, Schloss  Elmau, Messe München, MünchenBau, Gewofag, Art Invest Real Estate. [10]
Aktivitäten: Heller & Partner versucht seit vielen Jahren, im Stadtgeschehen präsent zu sein. Zum traditionellen Armbrustschießen während des Oktoberfests wurden z. B. 2010 Politiker eingeladen wie der frühere Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) und die frühere Ministerin Christine Haderthauer (CSU). [11] Über 200 Prominente kamen hierzu am 29.9.2015 [12].

2. „Einfluss nehmen – Die Kraft der direkten Demokratie“ [13]
Im Vorwort seines Buches schreibt Stephan Heller: „Das System der repräsentativen Demokratie ist in die Jahre gekommen.“ (S. 12) Volksbefragungen und Bürgerentscheide seien der Mutlosigkeit der Politiker geschuldet. „Eine Hand voll Bürger nimmt Einfluss, wird gehört. (…) Wieviel direkte Demokratie verträgt unser Land?“ (S. 13)
Hellers eigentliches Thema im Buch könnte lauten: Wie kann man sich die direkte Demokratie zu Nutze machen?
In einem Gastbeitrag betont der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) den Vorteil für Investoren, Bürger stärker zu beteiligen, da auch unpopuläre Entscheidungen von der Bevölkerung leichter akzeptiert werden, wenn diese im Vorfeld informiert wurden. „Denn es ist viel glaubwürdiger, wenn der Investor selbst auf die Bühne tritt und den Kontakt zu betroffenen Bürgern oder der Gemeinde sucht.“ (S. 17f) Für Hellers Buch „Einfluss nehmen“ saß der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zum Interview für Hellers Webseite bereit und hielt brav ein Exemplar in die Kamera.
An vielen Stellen wendet sich Heller explizit an Investoren im Immobilienbereich. So rät er bei größeren Bauvorhaben die Münchner Bezirksausschüsse ernst zu nehmen, da viele BA-Mitglieder auch im Stadtrat sitzen. (S. 46)
In dem Gastbeitrag „Werkstattverfahren – Stadtplanung mit lokalem Wissen“ spricht sich die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk für Werkstattverfahren aus, in denen die Bürgerschaft aktiv beteiligt wird, ein inzwischen wichtiges Instrument „zur Einflussnahme auf die gebaute Umwelt“. (S. 73). Die Leiterin des Referats für Stadtplanung und Bauordnung liefert also einen Gastbeitrag ausgerechnet in einem Buch ab, das sich vor allem im Interesse von Investoren und Konzernen mit dem strategischen Umgang mit eben diesem Bürgerwillen befasst. Am Beispiel Bebauung des ehemaligen Paulaner-Geländes lobt Merk die Instrumente Podiumsdiskussion, und Bürgerwerkstatt als „erweiterte Form der Partizipation“. (S. 76. Vgl. hierzu: Paulaner-Gelände; Partizipations-Spektakel)
Im Kapitel Direkte Demokratie erläutert Heller die Notwendigkeit „modernen Formen der Partizipation“: „Eine frühzeitige, aktive Beteiligung der Bürger wird immer bedeutsamer – Protest und Aufruhr entstehen schließlich schnell. (…) Konfliktpotential sinkt erheblich, wenn Bürger frühzeitig eingebunden werden.“ (S. 98) Geschildert werden die “Werkzeuge“ Zukunftswerkstatt, Open-Space-Verfahren und Planungszellen. Aber Vorsicht: „Bei zu viel Offenheit läuft die Veranstaltung jedoch Gefahr, aus dem Ruder zu laufen.“ (S. 101)
Im Kapitel Die Politik bescheinigt Heller den Politikern eine „Angst vor dem Volk“ sowie die „Angst vor Entscheidungen“. Ohne Unterstützung der Politiker wird „den Gegnern von Projekten (.) die Bühne überlassen“. (S. 115f)
Im Kapitel Die Gegner warnt Heller vor einer „Handvoll Personen“, die den „medialen Fokus“ auf ihre Seite“ ziehen können: „Der Widerstand wird praktisch von Beginn an unantastbar.“ (S. 128)
Zum Bürgerentscheid um die Dritte Startbahn im Juni 2012, den Heller & Partner auf Seiten der Befürworter (und Verlierer) begleitete, urteilte Heller, das „Hauptthema der Gegner war nun: Mitleid“; „Anti-Hedonisten“ hätten gewonnen.“ (S. 136) Neben Anti-Hedonisten (für Heller Wachstumsgegner, die „Entschleunigung“ und „nachhaltiges Wachstum“ fordern und „Dagegensein als Lebenseinstellung“ haben), sind weitere Gegner Naturschützer („Überzeugungstäter“), Lifestyle-Grüne (fahren zum Biomarkt mit dem Porsche Cayenne) – und natürlich Bürgerinitiativen (S. 137f). Der Journalist Peter Issig (Axel Springer Verlag) darf sich im Buch auf sechs Seiten über die (im Gegensatz zu Heller & Partner) erfolgreichen Gegner der dritten Startbahn lustig machen. (S. 206 – 211. Vgl. zu Dritter Startbahn auch: 3. Ausgewählte Aktivitäten)
Im Kapitel Tipps stehen auf 57 Seiten der Immobiliensektor und seine Projekte im Mittelpunkt. Die „Praxistipps“ sollen „Ihnen helfen, die praktischen Herausforderungen der politischen Öffentlichkeitsarbeit besser anzupacken. (…) Was müssen Eigentümer, Investoren und Politiker leisten, um komplexe Projekte zum Erfolg zu führen?“ (S. 227)
Im Kapitel Projekte werden 20 erfolgreiche und verhinderte Projekte vorgestellt.
Die Tendenz des Buchs:
Die Motive der Investoren wie maximaler Gewinn, größtmöglicher Vorteil etc. werden von Heller nicht infrage gestellt: Sie sind quasi sakrosankt. Negative Folgen wie Naturzerstörung und Umweltschäden, soziale Folgeschäden und Klimaerwärmung werden so gut wie ausgeblendet. Investoren haben für Heller eine fast schon öffentliche Aufgabe und Bedeutung: Ihr Wirken ist von Haus aus positiv für die Gesellschaft einzustufen.
Gegner und Kritiker der Investoren und deren Projekte haben laut Heller keine lauteren Absichten oder höhere Werte; ihnen wird Profilierungssucht und eigene Vorteilsabsicht unterstellt – zum Schaden der Gesellschaft.

3. Ausgewählte Aktivitäten von Heller & Partner
Die folgende Auflistung ist unvollständig. Die Beispiele lassen aber Zielrichtung und Methode der Lobbyisten von Heller & Partner erkennen – bzw. erklären das Motto von Hellers Buch: Einfluss nehmen.
Fun Parc in Lenggries
2010: Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Heinrich-Kaserne der Bundeswehr in Lenggries wurde von Investoren das „Camp Woodward Europe“ geplant; die Pläne wurden dem Gemeinderat am 19.11.2010 vorgestellt. Am 20.12.2010 wurde in nichtöffentlicher Sitzung die Wirtschaftlichkeitsprüfung vorgelegt. „Die Investoren hüllen sich derzeit in Schweigen. Andreas Schneider von der Kommunikationsagentur Heller & Partner teilte der SZ mit, man mache seine Hausaufgaben.“ [14]
Oktober 2012: Anscheinend ist der Grundstücksdeal „hinter dem Rücken der Gemeinde über die Bühne gegangen ist. Bisher nämlich wurde die rund 15 Hektar große Fläche oberhalb des Ortes baurechtlich als Außenbereich gesehen und von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) auch als solcher anerkannt. Doch jetzt soll die Baujuristin im Landratsamt gegenüber den Kaufwilligen plötzlich ohne Rücksprache mit der Lenggrieser Rathausverwaltung das Areal als Innenbereich bezeichnet haben, was großflächigen Wohnungsbau ermöglicht. Da hätten die Investoren natürlich schnell zugegriffen, ist sich (Vizebürgermeister) Schöttl sicher. Bei den Käufern handelt es sich dem Vernehmen nach um die beiden Projektgesellschaften ‚Luitpolderhöfe GmbH & Co. KG‘ und um die ‚Arcavest Project Clejan‘ aus Luxemburg. Wer sich tatsächlich dahinter versteckt, ist den Lenggriesern nicht bekannt.“ [15]
2003 stellte ein Gutachten des Bundes als Wert der 15 Hektar großen Fläche 24 Millionen Euro fest. 2009 ist das Gelände samt der schadstoffbelasteten Baulichkeiten von der BImA für 170.000 Euro an den Investor Arcavest verkauft worden. „Weil dieser nicht genügend Geldgeber für das geplante Camp Woodward Europe aufgetrieben habe, hat die Gemeinde das Gelände 2015 für fünf Millionen Euro gekauft.“ [16]

Dritte Startbahn, Münchner Flughafen
Bei der Versammlung von „AufgeMUCkt“ im November 2011 bestätigte MdL Christian Magerl (Grüne), dass die PR-Agentur Heller & Partner vom Flughafen München beauftragt worden war, in München Stimmung für die dritte Startbahn zu sorgen. Magerl äußerte: „Das sind gut bezahlte Profis, da müssen wir uns warm anziehen.“ FMG-Sprecher Ingo Aspach bestätigte die „Beratungstätigkeiten“ von Heller & Partner für die Flughafen GmbH. Die Webseite von Heller & Partner informierte gleichzeitig, dass man die FMG durch die Erarbeitung von Basisinformationen, durch Veranstaltungen, das Dialogbüro „3. Bahn“ und eigene Medien unterstütze: „Durch kontinuierliche, gezielte Ansprache der Öffentlichkeit erreichen wir eine Kultur des Miteinander zwischen der FMG und den Bürgern und tragen dazu bei, den Widerstand gegen den Ausbau zu begrenzen.“ [17]
März 2012: Aktivitäten. Am 7.3.2012 präsentierten sich die Teilnehmer vom Ausbau-Bündnis mit orangefarbenen Buttons „Ja zur dritten Startbahn“. Zu den Befürwortern gehörten inzwischen SPD, CSU, FDP, die IHK, die Handwerkskammer, die Taxifahrer-Innung, der Flugmotorenhersteller MTU, der Autoverleiher Sixt, der Konzern Wacker Chemie, Feinkost Käfer, der FC Bayern, der TSV 1860. Von den sieben Münchner DAX-Konzernen war (noch) keiner dabei, aber diverse Promis wie Nina Ruge, der Bergsteiger Reinhard Messner, Skifahrerin Maria Höfl-Riesch und Wolfgang Fierek, der in einem Kurzvideo kundtat: „Mensch, die haben ja nur zwei Startbahnen, dann fliegen wir da nicht mehr hin.“ Der Koordinator des Bündnisses, Stephan Heller: “Wir sind in intensiven Gesprächen.“ Über das Budget der Startbahn-Freunde teilte er nichts mit.
Katharina Schulze, die damalige Vorsitzende der Grünen Jugend in München und heutige Landtagsabgeordnete, nannte das Befürworter-Bündnis einen „Zusammenschluss von Großkopferten“. [18] Und AufgeMUCkt-Sprecherin Helga Stieglmeier warf in einem Leserbrief der „unfähigen Agentur“ Heller & Partner vor, keine Bodenhaftung zu haben und sich mit der Auswahl ihrer Partner zu blamieren. Die Münchner würden erkennen: „Eine 3. Startbahn ist völlig überflüssig, kostet den Steuerzahler nicht vorhandenes Geld und schädigt unsere Umwelt massiv.“ [19]
Materialschlacht. Die Befürworter ließen über 1000 Plakate für den Bau der dritten Startbahn kleben. Der Flughafen stellte ihnen eine Million Euro für ihre Pro-Kampagne zur Verfügung. Die Gegner hatten etwa 60.000 Euro zur Verfügung, berichtete Katharina Schulze. Zum Bündnis der Gegner gehörten u. a. Grüne, FW, Linke, ÖDP, Piraten, Bund Naturschutz, Attac. [20]
Gegner gewinnen. 54,3 Prozent stimmten beim Bürgerentscheid am 17.6.2012 gegen die dritte Startbahn. Die Werbespots von Heller & Partner ernteten selbst bei Auftraggebern und Politikern einigen Spott. Der dortige Verantwortliche Maximilian Böltl kritisierte die „vornehme Zurückhaltung“ von Münchens Firmen. Man habe versucht, einen „sachorientierten Wahlkampf“ zu führen; dies sei aber wegen „der ständig wiederholten Falschaussagen“ schwierig gewesen. [21]

Werksviertel, München
Am 18.1.2013 präsentierten sich Werksviertel München zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Heller & Partner gestaltete den Newsletter von Werksviertel München und berichtete im Newsletter Januar 2014 von Bürgerbeteiligung und Dialogveranstaltungen. Das 38 Hektar große Areal vom Werksviertel München am Ostbahnhof wird von acht Eigentümern entwickelt; es sind Wohnungen für 2000 Bewohner und etwa 10.000 Arbeitsplätze geplant. „Parallel zum Planungs- und Entscheidungsprozess verantwortet Heller & Partner anschließend die Gesamtkommunikation für das Werksviertel.“ [22]

PR-Besuch im Gemeinderat von Grünwald
Die FDP-Fraktion im Gemeinderat von Grünwald hatte im November 2017 die Kommunalaufsicht des Landratsamtes eingeschaltet, weil Andreas Schneider von Heller & Partner unberechtigt an nichtöffentlichen Sitzungen des Gemeinderats am 26.9. und 24.10.2017 zum Thema Finanzierung der Unterhachinger Geothermie teilgenommen hat: Dabei handelte es sich um sehr vertrauliche Beratungen über die Verhandlungstaktik der Gemeinde Grünwald mit Unterhaching. Laut Landratsamt dürfen bei nichtöffentlichen Sitzungen nur Gemeinderäte, Mitarbeiter aus der Verwaltung sowie Gutachter oder Sachverständige anwesend sein. Heller & Partner war von der Erdwärme Grünwald GmbH mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betraut worden. [23]

Fauststraße 90, Trudering
Der Investor Opima-Aegidius-Firmengruppe hatte 2012 das Areal einer ehemaligen Sportschule gekauft und will dort 80 Wohnungen in sieben Häusern plus Tiefgarage errichten. Als Träger wurde die MP München Projekt GmbH gegründet. Deren Geschäftsführer Uwe Kuschel äußerte, ihm sei der Kontakt mit den Truderinger Bürgern „enorm wichtig“. Die Münchner Marketingagentur Heller und Partner [24] wurde zur Krisenbewältigung für die Kommunikation in der Öffentlichkeit engagiert und hat ein „Bürgerbüro“ eingerichtet sowie eine Broschüre zur Fauststraße 90 erstellt. Darin steht, dass die neue Siedlung weniger Verkehr verursachen würde als ein Weiterbetrieb der Sport- und Freizeitfläche. Die Bodenversiegelung würde um 3,3 Prozent verringert.
Christian Hierneis, der Vorsitzende der BN-Kreisgruppe München und heutige Landtagsabgeordnete der Grünen, erklärte die Bebauung als nicht machbar: Das Planungsgebiet liegt im Wasserschutzgebiet, im Landschaftsschutzgebiet und im Bannwald. Es verbindet zwei Grünzüge, ist eine Frischluftschneide und ist im Arten- und Biotopschutzprogramm als aufzuwertende Fläche verzeichnet. Hierneis verwies auf die höchstmögliche Rendite des Investors und forderte, den Wachstumsdruck auf München zu senken.
Horst Münzinger, der Sprecher der BI Fauststraße 90, rief ins Gedächtnis, dass das Planungsreferat über Jahre dort jede Bebauung ausgeschlossen hat. Münzinger erwähnte auch, dass OB Dieter Reiter und der BA Trudering – Riem für die Bebauung waren, für ihn „ein skandalöser Vorgang und ein verheerendes Signal für Trudering und für München“. [25] Für Münzinger war die Broschüre von Heller & Partner nichts weiter als ein „Marketingtrick“ und die Reduzierung der Versiegelung „völliger Unsinn“: Der Versiegelungsgrad gehe vom Bebauungsplan aus, dabei seien einige Flächen schon jetzt nicht mehr versiegelt. Auch die geplante „ökologische Mustersiedlung“ sei eine Bebauung in einem Landschaftsschutzgebiet: „Wie soll man denn künftig untersagen, dass in Landschaftsschutzgebieten gebaut wird?“ [26]
Im Februar 2021 wurde der Bebauungsplan von der Stadt genehmigt.
Vgl.: Fauststraße 90

Kooperation mit Gewofag
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag war nach Angaben ihres Geschäftsführers Klaus-Michael Dengler mit über 36.000 Wohnungen Münchens größte Vermieterin und hat die Studie Gender Living – Die Zukunft des Wohnens bei Heller & Partner in Auftrag gegeben. Im Impressum steht, dass die Studie von der Heller & Partner Marketing Services AG (www.heller-partner.de) unter Mitwirkung der Staatlichen Hochschule Mittweida erarbeitet wurde; die Studienleitung hatte Prof. Dr. Stephan Heller. [27]
Auf der Webseite https://heller-partner.de/genderliving/ steht: „Prof. Dr. Stephan Heller präsentierte für die GEWOFAG die Studie „Gender Living – Die Zukunft des Wohnens“. Dort steht auch: „Herzlichen Dank für eine spannende Podiumsdiskussion zum Thema ‚Die Stadt der Zukunft’“.
Interessant ist die Teilnehmerliste dieser Diskussion: GEWOFAG-Geschäftsführer Dr. Klaus-Michael Dengler, Stadtbaurätin Prof. Dr. (I) Elisabeth Merk (Beitrag in Hellers Buch „Einfluss nehmen“) Zweiter Bürgermeister Manuel Pretzl (CSU), die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Christine Degenhart (Beitrag in Hellers Buch „Einfluss nehmen“), Stadtrat Alexander Reissl (SPD), Stadträtin Anna Hanusch (Bündnis 90/DieGrünen), der Vorstandsvorsitzende des BFW-Landesverbandes Bayern, Andreas Eisele und der Geschäftsführer der Büschl Unternehmensgruppe, Ralf Büschl (im Kuratorium von Hellers Stiftung „Wir helfen München“). [28]

„Mark“, Landsberger Straße
Die ehemalige Verwaltungszentrale von Tengelmann und der Nachbarbau von Who’s Perfect in der Landsberger Straße 350 bis 356 wurden Mitte 2019 abgerissen. Als Neubau ist der Bürokomplex Mark mit 200 Meter Länge, bis zu acht Geschossen und einer Bruttogeschossfläche von über 50.000 qm für 2000 Arbeitsplätze und 3500 qm für den Einzelhandel geplant. Finanziers der etwa 150 Millionen Euro Investition sind die Heidelberger Firma FOM (Investor bei Hofstatt und der Zentrale des Süddeutschen Verlags) und die Axa-Versicherungsgruppe. 2019 soll nach Wunsch der Investoren der Baubeginn sein, die Bezugsfertigkeit 2021.
Der BA Laim monierte die zu hohe Baumasse, die zu hohe Versiegelung, die „ökologisch wertlose Form“ der Begrünung, dazu ein fehlendes Verkehrskonzept für das schlecht mit dem ÖPNV erreichbare Areal. Für 2000 Arbeitsplätze stehen nur 500 Stellplätze zur Verfügung. Anliefer- und Lieferverkehr und der Kundenverkehr laufen über eine Parallelstraße der Landsberger Straße, sodass die BA-Politiker eine zusätzliche verkehrliche Dauerbelastung befürchten.
Heller & Partner hat die Kommunikation für das Objekt übernommen. Stephan Heller berichtete, dass die Liste der Mietinteressenten täglich wachse. Mark stelle weder eine Belastung der Landsberger Straße noch der Parallelstraße dar, weil es drei Tiefgaragenzufahrten gäbe. Heller verwies auf Gespräche mit dem städtischen Baureferat: Durch Abstimmungen käme es zu keinen Behinderungen des Verkehrs. Die Losung der Investoren geht nach Heller so: „Unser Ziel ist es, ein Gebäude zu bauen, das wir auch in Absprache mit der Stadt und dem Bezirksausschuss einer vernünftigen und nachhaltigen Nutzung zuführen.“ [29] Neuer Bezugstermin war nun Herbst 2022. Die öffentlichen Verkehrsverbindungen sind nach wie vor unverändert schlecht. [30]
Man müsste einmal nachprüfen, wie oft in heutigen Bauanträgen die Worte „nachhaltig, energieeffizient, sinnvoll, vertretbar“ vorkommen bzw. vorkommen müssen.

Kieswerk Glück, Gräfelfing
Im Kritischen Immobilien-Lexikon steht hierzu unter dem Stichwort Kies Einiges zur die Vorgeschichte. Bei einer europaweiten Ausschreibung der Heiliggeistspital Stiftung um neue Kiesabbaugebiete im Forst Kasten war das Gräfelfinger Kieswerk Glück wegen nicht erfüllbarer diverser Besonderheiten ausgeschlossen worden, so formulierte es Stephan Heller von Heller & Partner, die von der Firma Glück engagiert wurde und diese im Rechtsstreit mit der Stiftung berät. Ein alternativer Abbauort ist die Dickwiese im Planegger Holz. Dort liegen auf einem Areal von 24,4 Hektar etwa 5,85 Millionen Tonnen Bodensubstrat, das über einen Zeitraum von 13 Jahren abgebaut werden könnte. Abbau-Gegner hatten die Zerstörung von wertvollem Naturraum kritisiert; Germering hatte den Abbau bereits abgelehnt. Heller argumentierte, der Wald über der Dickwiese sei von Stürmen und Borkenkäfer stark geschädigt und müsste sowieso gefällt werden. Nach dem Kiesabbau würde die heutige dünne Humusschicht durch eine dickere ersetzt und ein Mischwald gepflanzt, der „eine höhere Qualität als der Ursprungswald“ habe.
Umweltschützer hatten darauf verwiesen, dass der Abbau von 24,4 Hektar bewusst gewählt wurde, weil ab 25 Hektar eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig werde. Heller kündigte an, dass Fa. Glück die UVP eventuell freiwillig durchführen lasse. Da durch den Kiesabbau etwa 180 Lkw-Fahrten täglich vom Kiesabbau zum Werk nötig würden, sollen die Lkws über die A 96 und das Gräfelfinger Glück-Werk fahren. Heller: „Das garantieren wir.“ [31]
Vgl.: Kies

Banater Straße, Geretsried
Der Kompressorenhersteller Bauer sah seine Produktion durch ein geplantes Wohnbauprojekt in der Nachbarschaft bedroht. Stephan Heller von Heller & Partner teilte mit, er habe am 27.3.2019 mit der Firmenspitze gesprochen, die „selbstverständlich“ Klage gegen den Bauplan einreichen wird. Bauer wird laut Heller mit allen rechtlichen Mitteln gegen dieses „unsägliche“ Projekt vorgehen. Der Stadtrat habe „dieses gigantische Projekt in extremer Rekordzeit durchgepeitscht“ und am 26.3.2019 den Bebauungsplan verabschiedet. [32]

Büschl-Hochhäuser, Paketposthalle Neuhausen
„München gewinnt: Das neue PaketPost-Areal München entsteht.“ [33] Die Jubelbroschüre sparte natürlich jede Kritik aus. Als Adresse des Bürgerbüros ist angegeben: Postanschrift PaketPost-Areal, c/o Heller & Partner, Possartstr. 14, 81679 München.
Zur Erinnerung: Frau Merk war und ist eine Verfechterin der Büschl-Hochhäuser. Beim von ihr bzw. dem Planungsreferat vorgeschlagenen „Bürgergutachten“ gab es 39 Referenten, die von Merks Referat für Stadtplanung und Bauordnung ausgewählt wurden: Davon gehörten zwei Drittel, nämlich 26, zum Kreis der expliziten Befürworter. So fiel dann auch das „Gutachten“ aus, mit dem ein Ratsbegehren der Stadt abgewendet werden konnte und das gleichzeitig gegen das Bürgerbegehren HochhausSTOP in Stellung gebracht wurde.
Ein Sieg der „direkten Demokratie“?
Delikat: Investor Ralf Büschl ist auch Kurator in Hellers Stiftung „Wir helfen München“ (siehe unten). [34]
Vgl.: Paketposthalle, HochhausSTOP, Hochhäuser München
Nachtrag Januar 2023: Hochhaus-Bürgermeister und Hochhaus-Bürgermeisterin im Vormarsch. Der sich vielfach selbst als Hochhaus-Befürworter geoutete OB Dieter Reiter (SPD) darf vermutlich – von Ministerpräsident Markus Söders (CSU) Gnaden-, zu einer dritten Amtszeit antreten. [35]
Ob die dritte Amtszeit wohl so erfolgreich – oder noch viel erfolgreicher! – wird wie schon die erste und die zweite???
Auch die zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) forderte jetzt mehr Hochhäuser – ausgerechnet als Referentin beim Münchner „Immobilienforum 2023„. Habenschaden kritisierte die Verhinderungshaltung, hier speziell „den öffentlichen Umgang mit dem Hochhausprojekt an der Paketposthalle“. Für Habenschaden ist die Hochhausfrage  „eine Metapher für Gesellschaft und Politik generell: was trauen wir uns eigentlich noch in unserer Stadt?“, noch dazu, wo laut Habenschaden München „in vielen Bereichen im Hintertreffen“ sei. [36]
Habenschaden konstatiert quasi den drohenden Untergang der Stadt – und könnte eigentlich gleich der Allianz für München beitreten, die für weiteres grenzenloses Wachstum eintritt. Da die dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) hier sicher nicht nachstehen will, hat die Agentur Heller & Partner die Stadtspitze da, wo sie auch ihr Klient, die Büschl Unternehmensgruppe, haben will. Inzwischen scheint es so, dass es in der Hochhausfrage egal ist, ob SPD oder Grüne den Oberbürgermeister oder die Oberbürgermeisterin stellt.
Vgl.: Hochhäuser München, HochhausSTOP, Paketposthalle

Chemiewerk United Initiators, Pullach
Die frühere Peroxid-Chemie wurde 2001 von Degussa übernommen und 2004 in Degussa Initiators umbenannt, 2008 an Speyside Equity verkauft und in United Initiators (UI) umbenannt. 2011 übernahm Vision Capital die Mehrheit. 2016 übernahm Equistone Partners die Anteilsmehrheit. (Wikipedia)
Ausbaupläne. Das Chemiewerk UI hat 2019 Um- und Erweiterungspläne mit dem Titel „Big Wings“ bei der Gemeinde Pullach eingereicht. Im Gemeinderat hatten CSU, FDP und zwei Vertreter der Wir-in-Pullach-Fraktion Bedenken. Im Rathaus gingen 175 Einwendungen gegen die Ausbaupläne ein. Der Verein Schutz des Isarals e. V. hat gegen den Ausbau des Chemiewerks von United Initiators ein Bürgerbegehren gestartet: Stopp der Bauleitplanung an der Dr.-Gustav-Adolph-Str., Bürgerinitiative Pullach [37].
Fehlender Dialog. Das Chemiewerk veröffentlichte eine farbige Broschüre im Internet: „Das Projekt Big Wings“ [38] Heller & Partner kamen in der Webseite nicht vor, aber die Telefonnummer des Bürgerbüros: (0 89) 4 57 10-554. Also landete man bei Heller & Partner (089-457100).
Leere Bürgerversammlung. United Initiators organisierte am 13.7.2021 eine Informationsveranstaltung im Nachbarort Baierbrunn, die von wenigen Gemeinderäten aus Pullach und einigen Besuchern aus Baierbrunn besucht wurde. Die Baierbrunner Gemeinderätin Christiane Zwiefelhofer (Überparteilichen Wählergruppe) äußerte: „Diese Veranstaltung ist unter den Tisch gefallen, weil sie nicht kommuniziert wurde.“ Der Verein Schutz des Isartals hatte seine Teilnahme abgesagt, da für Fragen aus dem Publikum nur 30 Minuten vorgesehen waren. Am Veranstaltungsort waren vier Themeninseln zu Produktion, Sicherheit, Umwelt und Energie aufgebaut. Auf dem Podium saßen Geschäftsleiter Andreas Rutsch und Werksleiterin Iris Nagl vom Chemiewerk United Initiators, Jürgen Weiß von der Bauverwaltung Pullach und Moderator Andreas Schneider von Heller & Partner. Den zahlreichen Vorwürfen der Bürgerinitiative bezüglich Baurechtsmehrung, Umweltverschmutzung, Wasserverbrauch und Gefahren trat das Podium geschlossen entgegen. [39]
UI zieht Antrag zurück. Ein Bürgerbegehren und ein Ratsbegehren waren wegen Fragen der Zulässigkeit vor dem Verwaltungsgericht angelangt, als im September 2022 eine Pressemitteilung von Heller & Partnerinformierte: „United Initiators hat sich entschieden, den 2019 beim Landratsamt München gestellten Antrag zur Errichtung eines Lagers für organische Peroxide zurückzunehmen.“ Damit stand auch eine Abmachung zwischen Gemeinde und UI infrage: Die Gemeinde hätte (als eine Art Kuhhandel? WZ) auf dem Firmengelände Platz für einen Wertstoffhof, eine Energiezentrale und eine Tafel bekommen. [40]
Ein Grund für die Zurücknahme der Ausbaupläne dürfte der Störfall vom September 2022 sein, der erst im November 2022 bekannt wurde, siehe unten.
Verunreinigung des Abwassers durch UI
. Erst Mitte November 2022 wurde bekannt, dass es im September 2022 zu einem Störfall mit giftigen Chemikalien gekommen war, der vom Landratsamt und vom Wasserwirtschaftsamt behandelt wurde. Eine Geruchsbelästigung am 20.9.2022 hatte eine Abwasserprobe nach sich gezogen, die in hochkonzentrierter Form eventuell kanzerogen und toxisch seien. Die Pullacher Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) äußerte, es habe durch die hohe Verdünnung zu keiner Zeit eine Gefährdung für Menschen gegeben; man habe UI gebeten, die Einleitung solcher Stoffe in Zukunft zu unterlassen.
Maximilian Heller von Heller & Partner erklärte die Verunreinigung mit Lieferengpässen und schwankender Auslastung der Produktion: „Es lag zu keinem Zeitpunkt ein Störfall vor.“ [41]

Truderinger Acker, Berg am Laim
820 Wohnungen in zwei Jahren: So sieht der Plan des Investors Büschl Unternehmensgruppe aus. Für 2000 Bewohner wird das Areal geplant, dazu sollen Kitas und ein kleines Geschäftszentrum gebaut werden. Am Südwestrand soll ein 15-stöckiges Hochhaus mit 47 Metern errichtet werden. Bei der LBK liegt hierfür ein Antrag auf Vorbescheid für den Neubau von Wohnungen vor. Der Sprecher des Projektentwicklers Büschl Unternehmensgruppe, Stefan Heller von Heller & Partner, äußerte: „Der genaue Zeitplan des Vorhabens an der Truderinger Straße hängt davon ab, wann Baurecht entsteht.“ [42]
Vgl.: Truderinger Acker

Großmarkthalle, Sendling
Die Büschl Unternehmensgruppe hatte im November 2021 die UGM übernommen, welche die Großmarkthalle betrieb und den Neubau plante. Zur Prüfung einer dadurch eventuell nötigen EU-Ausschreibung äußerte Stephan Heller der von der Büschl Unternehmensgruppe eingeschalteten Agentur Heller & Partner: „Wir haben sorgfältig geprüft. Nach unserer Einschätzung ist unsere Firmenübernahme zulässig.“ Und zu den von Büschl geplanten Wohnungen auf dem Areal der Großmarkthalle sagte Heller: „Wir glauben, dass dieser Standort Wohnungen gut vertragen kann. (…) Aus unserer Sicht sind alle rechtlichen Fragen gut lösbar. Unkalkulierbare Risiken gehen wir natürlich nicht ein.“ [43]
Vgl.: Großmarkthalle

4. Stiftung „Wir helfen München“
Stephan Heller gründete 2011 seine gemeinnützige Stiftung Wir helfen München. [44] Nach dem Münchner OB Christian Ude (SPD) wurde sein Nachfolger Dieter Reiter (SPD) Schirmherr der Stiftung. Weitere Gründer waren u. a. die Stadtsparkasse München mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Harald Strötgen, der Textil- und Immobilienunternehmer Harry Habermann und die Kanzlei BLLW. [45]
Ein weiteres Gründungsmitglied war die WSB Bayern des Immobilienunternehmers Alfons Doblinger. [46]
Im Vorstand sind derzeit:
Ralf Fleischer, Vorstandsvorsitzender Stadtparkasse München
Harry Habermann, Textilunternehmer, Geschäftsführer bei B 7 Immobilien GmbH München [47]
Stephan Heller (Heller & Partner)
Kurt Kürzinger (Rechtsanwalt)
Petra Reiter (Ehefrau von OB Dieter Reiter)

Im Kuratorium sind derzeit:
Susanne Breit-Keßler, Vorsitzende, Oberkirchenrätin a. D. EKD in Bayern
Dr. Monika Bayat, Geschäftsführende Gesellschafterin bei BAUER COMP Holding GmbH, Gerestried (Kunde von Heller & Partner, siehe oben)
Evi Brandl, Kette Vinzenz Murr, Immobilien (BVG Verwaltung GmbH & CO. KG)
Prof. Dr. Hubert Burda, Verleger
Michael Fischbau, DHG-Hausverwaltung
Alexander Hofmann, Geschäftsführer Baywobau
Christian Lealahabumrung, Geschäftsführender Gesellschafter vom Investor Rock Capital Real Estate GmbH & Co. KG [48]
Dr. Claus Lehner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dawonia Real Estate GmbH & Co. KG [49]
Eduard Reinbold, Gastronom, Wiesen-Festwirt
Dirk Roesing, im Aufsichtsrat der Aurelius Management SE, einem europaweit tätigen Investor [50], Geschäftsführender Gesellschafter von Scorpus Development, einem Immobilien-Projektentwickler in  München. [51]
Christian Vogrincic
, Gründer, Eigentümer und CEO der CV Real Estate AG, einem Immobilien-Investor [52]
Ralf Büschl (Büschl Unternehmensgruppe, ist mit Heller & Partner verbunden u. a. über Truderinger Acker, Büschl-Hochhäuser an der Paketposthalle, die Neuplanung der Großmarkthalle. Investor Büschl äußerte zu seiner Bestellung als Kurator: „München ist meine Heimat und ich verdanke München viel. München soll so bleiben wie es ist und da muss auch etwas für die Menschen getan werden, die nicht so viel Glück gehabt haben im Leben.“ [53]
Angesichts der zahlreichen Großprojekte des Investors Büschl in München wäre der Satz ehrlicher: Ich habe viel Geld in dieser Stadt verdient und 1) gebe nun einen kleinen Teil an diese zurück, weil ich 2) noch mehr Geld hier verdienen möchte.“ Man könnte auch sagen, dass Büschl in München gar keine Steuern entrichtet.
Kleiner Exkurs zur Gewerbesteuer aus dem Stichwort Grünwald:
Die Büschl Unternehmensgruppe nennt sich gern ein „Münchner Unternehmen“. Laut northdata.de residiert die Büschl Unternehmensgruppe aber an der Nördlichen Münchner Straße 16 in 82031 Grünwald. [54] In Grünwald betrug 2020 der Gewerbesteuerhebesatz 240 Prozent, in München lag er bei 490 Prozent.
Mit anderen Worten: Und sei ein Unternehmen noch so aktiv in München wie die Büschl Unternehmensgruppe, so bekommt München nichts von der Gewerbesteuer ab, wenn das Unternehmen seinen Sitz in Grünwald hat.
Büschl Unternehmensgruppe in Grünwald:
Büschl Unternehmensgruppe, Nördliche Münchner Straße 16, 82031 Grünwald mit den Firmen: Büschl Unternehmensgruppe Holding GmbH & Co. KG, Büschl Unternehmensgruppe Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Park Immobilien Bauträger II GmbH & Co. KG, Park Immobilien Bauträger III GmbH & Co. KG, Park Immobilien Bauträger IV GmbH & Co. KG, Park Immobilien Projekt Kirschgelände GmbH & Co. KG, Ludwigsfelder Grund GmbH (Geschäftsführer Ralf Büschl, Dirk Olaf Otto und Christoph Helfrich). [55]

Zurück zu „Wir helfen München“: Als frühere Kuratoriumsmitglieder werden u. a. genannt: Dr. Roland Berger, Staatsminister Georg Fahrenschon, Staatsminister Martin Zeil, Stadtbaurätin Elisabeth Merk. [56] „Förderer, die sich bereit erklären, der Stiftung für drei Jahre lang mindestens 10.000 Euro zu spenden, werden Mitglied im Kuratorium.“ [57]
Im Übrigen verfährt die Stiftung nach dem alten Motto: Tue Gutes und rede darüber. „Die beteiligten Unternehmen des Kuratoriums dürfen das Logo der Stiftung verwenden und in ihrer eigenen Kommunikation über ‚Wir helfen München‘ berichten… ‚Wir helfen München‘ wird so mehr und mehr ein Teil Münchens.“ [58] Dazu wenige Beispiele:
Die Stiftung verteilt Schulausrüstung an bedürftige Kinder und Weihnachtspäckchen und bewirtet seit einigen Jahren Obdachlose und Menschen in Not zum Jahresende, auch unter tätiger Mithilfe von OB Dieter Reiter und Petra Reiter. Und Stephan Heller bekommt auch etwas: nämlich jedes Jahr Fotos mit OB Reiter in den Münchner Zeitungen. [59]
Bei der „Welcome Night“ im Dezember 2022 in der MOTORWORLD München mit 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Kultur und Sport bekam Stephan Heller im Beisein von OB Dieter Reiter einen Spendenscheck von 10.000 Euro für die Stiftung überreicht. Im Anschluss gab es eine Diskussion mit Reiter und Heller und ehemaligen Rennfahrern und Motorsport-Fans über „synthetische Kraftstoffe. [60]
Die Stiftung Kinderklinik München-Schwabing plant ein Elternhaus für München, das im Klinikum Schwabing angesiedelt und bis 2025 fertig werden soll. Hier werden Familien in der Nähe ihrer schwer kranken Kinder unterkommen können. Das Projekt wurde auf 16 Millionen Euro veranschlagt, die von „Wir helfen München“ und dem „Adventskalender für gute Werke“ der Süddeutschen Zeitung getragen werden sollen. Der SZ-Geschäftsführer und Vorsitzender des Adventskalenders, Karl Ulrich, nannte das Projekt „das größte Einzelinvest in seiner fast 75-jährigen Geschichte“. Zur Steigerung der Baukosten in den letzten zwei Jahren von 35 Prozent sagte Stephan Heller: „Das bekommen wir hin.“ [61]
Hellers millionenschwere Investorenfreunde und Baulöwen werden die zusätzlichen Millionen Euro der Baukosten-Steigerung aus der berühmten Portokasse bezahlen. Der SZ-Adventskalender wird sich da schwerer tun. Man könnte auch unsentimental formulieren, dass Heller & Partner mit der Süddeutschen Zeitung einen langfristigen Partner bei einem millionenschweren, wohltätigen Projekt gewonnen hat. Ob eine Berichterstattung in der SZ über Heller & Partner (bzw. ihren Investoren aus dem Immobiliensektor) davon unbeeinflusst bleiben wird?
Man sollte immer an das Motto von Stephan Hellers Buch denken: Einfluss nehmen!

5. Kritik und Fazit
Offener Brief von Astrid Pfeiffer [62]
Im Münchner Forum 34/2019 wurde der Offene Brief vom 17.9.2019 der aktiven Umweltschützerin Astrid Pfeiffer an den Oberbürgermeister und Fraktionsvorsitzende mit Bitte an Weiterleitung an die Stadträte zu Heller und Partner veröffentlicht: „Dabei-Sein bestimmt das Bewusstsein. Wie Kapitalinteressen durchgesetzt werden“ [63] Daraus einige Auszüge und Zitate:
Zum Thema Kiesabbau der Fa. Glück entdeckte sie vier „Kunden“ von Heller & Partner, die auch Verfahrensbeteiligte sind: 1. Fa. Glück (Antragsteller Abholzung/Kiesabbau im Stiftungswald Forst Kasten); 2. Stadt München (Verwaltung des Stiftungswaldes Forst Kasten); 3. Landratsamt München (Genehmigungsbehörde Kiesabbau); 4. Bayerische Staatskanzlei (S. 34) Frau Pfeiffer stellte die Frage: „Ist es üblich, dass ein Antragsteller auf Kiesabbau oder auf ein Bauprojekt o. ä. und die jeweiligen Genehmigungsbehörden sowie Politiker, die im betreffenden Politikbereich die Marschrichtung vorgeben, beim gleichen Lobbyisten zugange sind?“ (S. 35)
Zu den Klienten von Heller & Partner schrieb Frau Pfeiffer: „Kunden der o. g. Lobby-Agentur sind neben der öffentlichen Hand ‚die halbe Münchner Immobilienbranche‘, Baustoffhersteller, Sparkassen u.v.m. [64]. Suchmaschinen spucken viele weitere Treffer aus, z.B. die Büschl Unternehmensgruppe mit lukrativen Großprojekten wie der Eisenbahnersiedlung Eggarten, wo gegen verzweifelten Widerstand ein Naturidyll zerstört wird, und den beiden 155 m-‚Post-Türmen‘.“ (S. 35)
Zur dritten Startbahn: „Auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr [65] war beim Professor zu Gast, bei dem zugleich die Flughafen-Gesellschaft und zwei von drei Anteilseignern (Stadt, Freistaat) zugange sind. Bearbeiten die Geschäftsleute die Politiker noch immer wegen der 3. Startbahn, die von den Bürgern doch klar abgelehnt wurde?“ (S. 36)
Zur Podiumsbesetzung der Diskussion der Gewofag-Studie Gender Living – die Zukunft des Wohnens, Verfasser Heller & Partner: „Stadtbaurätin Elisabeth Merk (städt. Angestellte, steuert Münchens Baupolitik, trotzdem Verfasserin eines Gastbeitrags zu ‚Einfluss nehmen‘), 2. Bgm. Pretzl (CSU), Stadtrat Reissl (SPD, jetzt CSU), Stadträtin Hanusch (Die Grünen). Umrahmt von Christine Degenhart (Präs. Bay. Architektenkammer, Gastbeitrag ‚Einfluss nehmen‘), Andreas Eisele (Landesverband Bayern Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen BFW – Slogan BFW-Homepage: „Brancheninteressen durchsetzen“) [66], dazu Immobilienmagnat Büschl.“ (S. 36)
Astrid Pfeiffer erwähnte auch das Hochhaus des Süddeutschen Verlags in der Hultschiner Straße 8, das 2018 für rund 244 Millionen Euro an Art Invest Real Estate verkauft wurde (siehe hier). Es gehört damit „dem Mitglied des Heller-Netzwerks Art Invest Real Estate“ (siehe oben unter Mandanten von Heller & Partner) und wird von Art Invest bei Anlegern als „ausschüttungsstarkes Investment mit einem langfristigem Wertsteigerungspotential“ beworben. Kommentar von Frau Pfeiffer: „Arme SZ.“ (S. 36) Auf der Webseite von Art Invest steht das Motto: „Den Mehrwert immer im Blick.“ [67]
Im Anschluss stellte Pfeiffer 28 Fragen an die Stadt München mit Bitte um Beantwortung, u. a.: welches Auftragsvolumen die Stadt München mit Heller & Partner hat; welche Regeln die Stadt im Umgang mit Lobbyisten wie Heller & Partner hat; ob es zu den Aufgaben von Stadtbaurätin Elisabeth Merk gehört, einen Gastbeitrag in dem Buch von Heller zu schreiben, in dem er erklärt, wie man am besten mit Widerständen von Bürgern gegen Bauprojekte fertig wird; wie lang ein Immobilieninvestor eines Großprojektes in München auf einen Gesprächstermin bei OB Dieter Reiter oder Stadtbaurätin Merk warten muss. (S. 37f)
Und wieder stellt sich die Frage: Wem gehört die Stadt?

Zur Strategie von Heller & Partner
Die Agentur hat über Jahrzehnte einen lukrativen, reichen und damit auch einflussreichen Kundenstamm gewonnen. Die Agentur fördert so gut wie alles, was dem Wachstum der Industrie und der Immobilienbranche förderlich ist. Über die Folgen des grenzenlosen Wachstum hat der Club of Rome bereits 1972 mit dem berühmten Buch „Grenzen des Wachstums“ nachgedacht: Denn Folgen des entgrenzten Wachstums sind vor allem die Klimaerwärmung und der Artenschwund. Heller & Partner ignoriert diese Folgen weitgehend bis heute. Das passt nicht ins Geschäftsmodell.
Den berühmten Satz aus der Medikamentenbranche könnte man umformulieren „Zu ökologischen Risiken und sozialen Nebenwirkungen fragen Sie NICHT Heller & Partner.“
Problematisch ist auch, dass sich Stephan Heller in Einfluss nehmen sehr ausführlich über die „Lobbyarbeit“ von Bürgerinitiativen und Umweltverbänden auslässt, dabei aber aus gutem Grund die Lobbyarbeit von Heller & Partner für Investoren und Konzerne unerwähnt lässt – und deren Motive, die alles anderes als altruistisch und edel sind: nämlich in der Regel profitorientiert, rücksichtslos gegen Natur und Umwelt und sozial ignorant.
Propagiert wird ein hier ziemlich „reinrassiger“ Kapitalismus, unabhängig von Klimakatastrophe und ökologischen Problemen. Die sogenannte „Bürgerbeteiligung“ vulgo „direkte Demokratie“ wird quasi zum Synonym für ihr Gegenteil: nämlich das Umfunktionieren von staatlichen und kommunalen Institutionen im Interesse von Investoren und Bauwirtschaft.
Dabei ist natürlich eine offene und ehrliche Bürgerbeteiligung zu begrüßen und als demokratisches Mittel zur Willensbildung äußerst wichtig.

Zur Stiftung „Wir helfen München“
Über ihre Stiftung Wir helfen München sind Heller & Partner in den Charity-Bereich eingerückt und haben enge Verbindungen zur Stadtspitze. OB Dieter Reiter ist Schirmherr, Petra Reiter sitzt im Vorstand der Stiftung. Und die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk saß auch schon früher im Kuratorium der Stiftung.
Es fällt auf, dass Investoren und Immobilienleute im Kuratorium von „Wir helfen München“ überproportional vertretenen sind: u. a. Alexander Hofmann (Geschäftsführer Baywobau), Christian Lealahabumrung (Geschäftsführender Gesellschafter Rock Capital Real Estate GmbH), Dr. Claus Lehner (Vorsitzender der Geschäftsführung Dawonia Real Estate GmbH & Co. KG), Dirk Roesing (Aurelius Management SE, Scorpus Development), Oliver Titius (Hamberger Großmarkt GmbH), Christian Vogrincic (Gründer, Eigentümer und CEO CV Real Estate AG). Ralf Büschl (Büschl Unternehmensgruppe). Sie werden diese Verbindungen zu schätzen wissen.
Über das Projekt Elternhaus mit dem Adventskalender der Süddeutschen Zeitung, der größten deutschen Tageszeitung, hat Heller & Partner mit seiner Stiftung eine langfristige Kooperation und Verbindung zum medialen Partner SZ erreicht.

Perspektivische Beeinflussung der Münchner Immobilienpolitik
Es stehen in München wie immer gerade große Projekte an, siehe z. B. das Areal der Paketposthalle mit den zwei Büschl-Hochhäusern, die endgültige Hochhausstudie, die weitere Entwicklung der Großmarkthalle, die Bebauung SEM Nord und SEM Nordost etc. Und überhaupt wird ganz allgemein in München seit den Zeiten von Alt-OB Christian Ude (SPD, 1993 bis 2014) und jetzt unter OB Dieter Reiter (SPD, ab 2014) ein investorenfreundliches Klima geschätzt. Da ist es hilfreich, wenn man sich unter dem Signum „Direkte Demokratie“ gut kennt. Der Duz-Faktor dürfte hoch sein.
Den Titel von Stephan Hellers Buch muss man eigentlich so lesen: Einfluss NEHMEN.

Vgl. auch: HochhausSTOP, Paketposthalle, Hendricks & Schwartz

Fußnoten und Quellen

  1. Wikipedia; https://www.me.hs-mittweida.de/honorarprofessoren/; www.hs-mittweida.de/news/aktuell/1511/, abgerufen 27.12.2022
  2. Crone, Philipp, Und jetzt die Luft anhalten, in SZ 28.6.2018
  3. (https://www.bayern.landtag.de/typo3temp/assets/lobbyregister/lobbyregister_gesamtregister_aktiv.pdf?1673409645), abgerufen am 11.1.2023
  4. https://publicdialogue.de/publicdialogue-hybrid-die-zukunft-der-burgerbeteiligung/
  5. https://die-deutsche-wirtschaft.de/mit_10000/heller-partner-communication-gmbh-muenchen-kennzahlen-und-rang-im-mittelstandsranking/, abgerufen 28.12.2022
  6. https://www.wer-zu-wem.de/suche.php?suchbegriff=Heller+%26+Partner
  7. https://heller-partner.de/ueber-uns/, abgerufen 27.12.2022; Hervorhebung WZ
  8. https://heller-partner.de/leistungen/intensivkommunikation/
  9. Crone, Philipp, Münchner Soforthilfe, in SZ 3.3.2015
  10. https://heller-partner.de/kunden/; abgerufen am 28.2.2022
  11. Wie die Schwarzen ins Schwarze treffen, in tz.de 29.9.2010
  12. Wiesn-Volltreffer: Prinz Poldi & Co. üben an der Armbrust, in tz.de 1.10.2015
  13. Heller, Stephan, Einfluss nehmen – die Kraft der direkten Demokratie München 2019. Angesichts der 389 Seiten können hier nur Details behandelt werden.
  14. Ohne Öffentlichkeit, in SZ 16.12.2010
  15. dasgelbeblatt.de, aktualisiert 24.10.2012
  16. Schneider, Petra, Zurück zur Zeitungslektüre in SZ 29.4.2020; Hervorhebung WZ
  17. Kirchberger, Johann, Stimmung machen, in SZ 23.11.2011
  18. Völklein, Marco, Die große Startbahn-Koalition in SZ 8.3.2012
  19. Leserbrief Überflüssige Startbahn, in SZ 14.3.2012
  20. Völklein, Marco, Postkarten aus dem Erdinger Moos, in SZ 5.5.2012
  21. Hutter, Dominik, Völklein, Marco, Plakate ohne Wirkung, in SZ 20.6.2012.
  22. https://heller-partner.de/kunden/immobilien/werksviertel/
  23. Halböffentliche Sitzung, in SZ 21.11.2017
  24. https://heller-partner.de/
  25. Winkler-Schlang, Renate, Schützenhilfe für Bürgerinitiative, in SZ 9.8.2018
  26. Korsche, Johannes, Wohnungsbau im Krisenmodus, in SZ 11.10.2018
  27. Gender Living – Die Zukunft des Wohnens“, München 02/2019. https://heller-partner.de/wp-content/uploads/2019/02/GEWOFAG_Gender_Living_10_Erkenntnisse_Brosch%C3%BCre_012919-3.pdf
  28. Vgl. auch Kritik von Astrid Pfeiffer unter 5.
  29. Schleier, Andrea, Rüffel für den Riesen-Riegel, in SZ 13.5.2019
  30. Seipel, Christina, Arbeit braucht Platz, in SZ 4.3.2021
  31. Jäger, Annette, Kampf um den Kies, in SZ 9.7.2019
  32. Bauer klagt gegen Wohnprojekt, in SZ 29.3.2019
  33. https://paketpost-areal.de/kontakt/#kontakt
  34. https://wirhelfenmuenchen.de/ralf-bueschl-ist-neuer-kurator-unserer-stiftung/
  35. Glas, Andreas, Effern, Heiner, Hoben, Anna, Reiters Chance auf eine dritte Amtszeit, in SZ 19.1.2023
  36. Krass, Sebastian, Bürgermeisterin plädiert für neue Hochhäuser, in sueddeutsche.de 24.1.2023
  37. https://www.schutzdesisartals.de/buergerbegehren/; https://www.schutzdesisartals.de/Mediapool/Buergerbegehren-2022.pdf)) und in den ersten drei Tagen 400 der nötigen 700 Stimmen gesammelt. ((Morosow, Michael, Pullach hält an Planung für Chemiewerk fest, in sueddeutsche.de 29.6.2021
  38. https://united-initiators-bigwings.de/; abgerufen am 13.1.2023
  39. Morosow, Michael, Wenig Druck im Kessel, in SZ 15.7.2021
  40. Morosow, Michael, Pläne für Pullacher Chemiewerk gestoppt, in SZ 30.9.2022; Morosow, Michael, Ratlos nach dem Paukenschlag, in sueddeutsche.de 29.9.2022
  41. Morosow, Michael, Giftige Stoffe im Kanal, in sueddeutsche.de 23.11.2022; Hervorhebung WZ
  42. Kramer, Lea, Ackern am Acker, in SZ 1.3.2022
  43. Steinburg, Eva von, Neustart für die Großmarkthalle in Sendling? in abendzeitung-muenchen.de 30.3.2022
  44. www.wir-helfen-muenchen.de
  45. Vgl. hierzu: Hohenzollernkarree. Rechtsanwalt Joseph Braun und die Steuerberater Stefan Leberfinger und Christoph Ludwig verfügen beim Hohenzollernkarree über je 16,7 Prozent, zusammen also über 50,1 Prozent, Das Eigentümer-Konsortium um Leberfinger versucht seit dem Jahr 2022, der Stadt München das Hohenzollernkarree für rund 200 Millionen Euro zu verkaufen, nachdem viele der 230 Wohnungen inzwischen leer stehen oder auf Zeit vermietet sind.
  46. Stiftung für Menschen in Not. Die WSB Bayern als Gründungsmitglied!, in wsb-bayern.de 10.10.2011; abgerufen am 10.1.2023. Gesellschafter der WSB sind: Doblinger Beteiligung GmbH, MONACHIA Grundstücks-GmbH, Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern Verwaltungs GmbH. ((wsb-bayern.de/impressum, abgerufen am 11.1.2023
  47. https://www.northdata.de/B7+Immobilien+GmbH,+M%C3%BCnchen/HRB+210955; Haacke, Peter, Wohnen mit Seeblick, in sueddeutsche.de 13.7.2022
  48. https://www.northdata.de/Rock+Capital+Real+Estate+GmbH,+Gr%C3%BCnwald/Amtsgericht+M%C3%BCnchen+HRB+195257
  49. Dawonia, Hier bin ich zu Hause, Dezember 2018, S. 33; https://docplayer.org/226920839-Hier-bin-ich-zu-hause.html
  50. https://aurelius-group.com/equity-opportunities/ueber-uns/verwaltungsrat/
  51. https://www.scopus-capital.com/;
    Dr. Eberhard Sasse, Gebäudereinigungs-Unternehmen, 2013 bis 2021 Präsident der IHK von München und Oberbayern
    Oliver Titius, Familie Titius und Familie Hamberger, Eigentümer vom Hamberger Großmarkt GmbH; Immobilien-Investor im Werksviertel ((Zur Verflechtung: https://www.webvalid.de/company/Thiago+Immobilien+Verwaltung+GmbH,+M%C3%BCnchen/HRB+255225; abgerufen am 7.1.2023
  52. https://cv-real-estate.com/unternehmen/unternehmen
  53. https://wirhelfenmuenchen.de/ralf-bueschl-ist-neuer-kurator-unserer-stiftung/; abgerufen am 23.12.2022
  54. https://www.northdata.de/B%C3%BCschl+Unternehmensgruppe+Holding+GmbH+%26+Co.+KG,+Gr%C3%BCnwald/Amtsgericht+M%C3%BCnchen+HRA+92417
  55. https://www.northdata.de/B%C3%BCschl+Unternehmensgruppe+Holding+GmbH+%26+Co.+KG,+Gr%C3%BCnwald/Amtsgericht+M%C3%BCnchen+HRA+92417
  56. https://heller-partner.de/wir-helfen-muenchen/, abgerufen am 9.12.2022)
    Die Stiftung hat seit ihrer Gründung etwa 10 Millionen Euro für Hilfsbedürftige gesammelt. ((Wikipedia, Stephan Heller
  57. heller-partner.de/ueber-uns/wir-helfen-muenchen.de
  58. https://wirhelfenmuenchen.de/, abgerufen am 9.12.2022
  59. https://heller-partner.de/wohnungslose-muenchnerinnen-und-muenchner-werden-im-loewenbraeukeller-bewirtet/; https://heller-partner.de/essen-fuer-beduerftige-und-wohnungslose/
  60. https://heller-partner.de/motorworld-welcome-night-wir-helfen-muenchen/; Hofmann, René, „Ich bin ein Autofreund“, in SZ 3.12.2022
  61. Heidenreich, Ulrike, Hofmann, René, SZ-Adventskalender: Ein Elternhaus für München, in sueddeutsche.de 24.11.2022
  62. Die Diplom-Politologin Astrid Pfeiffer setzt sich ein für die Identifizierung von Wachstumsprofiteuren wie den Immobilienunternehmern und ist engagiert in der Initiative „Rettet den Würmtaler Wald! Wertvolle Ökosysteme erhalten statt Kiesabbau im Forst Kasten & Planegger Holz“ (http://rettet-den-wuermtaler-wald.de/) und betreibt die Webseite „Metropolregion – nein danke! Stoppt den Wachstumswahn in München(-Land)“ http://metropolregion-nein-danke.bayern/
  63. Link https://muenchner-forum.de/wp-content/uploads/2019/11/Standpunkte_11_2019_SBahnAusbau.pdf
  64. https://heller-partner.de/kunden/ 20.07.2019
  65. https://www.youtube.com/watch?v=zvnMmbGKLFw 23.08.2019
  66. https://www.bfwbayern.de/ 17.8.2019
  67. https://www.art-invest.de/abgerufen am 9.1.2023
Moloch München Eine Stadt wird verkauft

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